Liebe Leserin
Lieber Leser

In «gegenseitigem Einvernehmen» haben sich die Berner Young Boys von ihrem erfolgreichen Boss Stefan Niedermaier getrennt. Ich staune und frage mich: Sieht YB am Ende alt aus? Und: Wie lange hält sich diese Floskel noch? Gegenseitiges «nicht Vernehmen» stand am Anfang der jüngsten Posse der Landesregierung, deren Mitglieder nicht mal den Rückzug professionell einfädeln können. Ich staune und mir graut vor den Wochen bis zur Wahl am 22. September. Verlorene Wochen. Macht- und Ränkespiele anstatt Sachpolitik. Parteien und Exponenten, die sich peinlich an ihren Sitz klammern. Das geht prima ohne Vernehmlassung und basiert auf «gegenseitiger stillschweigender Vereinbarung».

Wolfgang Niklaus
Geschäftsführer chilimedia GmbH

 

     
 

Kommunikation mit Kompass

Unser Mitarbeiter Helge Landberg ist seit Samstag in Trondheim, der drittgrössten Stadt Norwegens. Obwohl ein Privatbesuch in der Heimat seines Vaters nur logisch wäre, ist er beruflich dort. Landberg berichtet vor Ort und im Auftrag unseres Kunden Swiss Orienteering von den OL-Weltmeisterschaften. Sein Job: Aktuelle, kurz und knackig aufbereitete Flashs und Statements der Athleten im Web sowie die vertieftere Aufarbeitung auf rund 20 Seiten für die Septemberausgabe des Swiss Orienteering Magazines. Die Verbandszeitschrift erscheint monatlich, chilimedia zeichnet für Prepress und Redaktion verantwortlich. Die nächste WM-Entscheidung in diesem faszinierenden Sport steht morgen an, mit dem Finale über die Langdistanz. Ob die Schweizer nach drei Medaillen in den beiden Sprintentscheidungen weiter auf Goldkurs sind, lässt sich live mitverfolgen: ab 12.55 Uhr im Schweizer Sportfernsehen. Oder via Website www.swiss-orienteering.ch. Unser Mann vor Ort hält alle Fans auf dem Laufenden.

 

     

 

 

Eine Frage des Aufwands

Wir waren eingeladen, uns Gedanken über eine sanfte Anpassung des Corporate Designs einer Schweizer Partei zu machen – und haben uns vor der ersten Wettbewerbsstufe ausgeklinkt. Wieso? Wir waren eingeladen – als eine von 16 Agenturen. Die erste Runde mit nicht geringem Aufwand inklusive Präsentation wärefür uns und alle anderen – gratis gewesen. Hätten wirs unter die ersten drei geschafft, wäre ein grösseres Trinkgeld für uns rausgesprungen. Es ist halt wie immer bei einer Ausschreibung: Wie weit soll man gehen, wie tief im Ideentopf soll man graben, um den Aufwand im Rahmen und die Chancen auf den ersten Platz intakt zu halten? Wir kamen zum Schluss: Der absehbare Aufwand und der mögliche Ertrag stehen für uns als fünfköpfige Agentur in keinem Verhältnis. Was wir besagter Partei zu Gute halten: Sie hat transparent kommuniziert. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich.

 

     
   

Die Fenster an der Ringstrasse 44

Ein Rückblick: Als wir im Januar die renovierten Büros an der Ringstrasse 44 beziehen, fallen uns die speziellen «Holzbalken» an den drei Fensterscheiben auf. Mit Klebband, vertikal angebracht, ist das Original im ersten und zweiten Stock simuliert worden.

Die Altstadtkommission will es so. Vorschrift. Wochen später zeigen wir unsere Fensterfront erst dem städtischen Baudirektor Martin Wey und – rein zufällig – tags darauf dem kantonalen obersten Baudirektor, Walter Straumann. Den Kopf schütteln beide, aber der zuständige städtische Politiker gelobt Abhilfe: Er wolle subito und persönlich das Gespräch mit seinem operativen Leiter suchen, damit wir die Klebstreifen entfernen können.

Subito? Na ja. Ein dehnbarer Begriff. Aber nach einiger Zeit kam Bewegung in die Sache. Mit der mündlichen Erlaubnis aus dem Stadthaus in der Tasche machten wir uns unvorschriftsgemäss ans Werk. Seither kommunizieren wir auch optisch glasklar.

In diesem Sinne: Jederzeit scharfe Sicht!